Sonntag, 3. April 2016

Schluepflinge

Wir haben noch nie Schluepflinge gesehen. Sie verlassen das Nest, wenn es fuer sie Zeit ist. Oft sieht man keine Spuren. Gestern haben wir bei drei Nestern, die mehr als 10 Tage ueberfaellig waren, nachgegraben. Von aussen konnte man nichts erkennen obwohl wir jeden Tag geschaut haben - einfach nichts.

Hier das Nest, das Vreni gegraben hat. Wir mussten damals die Eier von einem Nest an gefaehrdeter Stelle an einen sicheren Ort verfrachten. Wir haben hier nachgeschaut, weil wir wussten, dass in diesem Nest Eier waren.

Tarryn sucht im Nest nach aufgebrochenen Eierschalen.



Das haben wir gefunden: aufgebrochene Eierschalen, aus denen die jungen Schildkroeten geschluepft sind. Es gab aber auch Eier, deren Inhalt von Krabben gefressen wurde. Die Schalen sehen dann anders aus. Und wir fanden auch tote Schluepflinge, die nicht voll entwickelt waren.

Somit koennen wir erkennen, dass unsere Arbeit damals etwas genuetzt hat. 

Bei einem Nest haben wir gar nichts gefunden. Beim dritten Nest fanden wir nur aufgebrochene Eierschalen. Tarryn nimmt an, dass dort alle geschluepft sind. Wissen kann sie es nicht.



Donnerstag, 31. März 2016

Seychellen Fruit Bats, Flughunde



Seychelles Fruit Bat / Pteropus seychellensis / Flughunde

Sie sind die einzigen Saeugetiere auf North Island. Sie kommen nur auf den Seychellen vor. Sie sind nachtaktiv, aber sie fliegen auch tagsueber herum. Ihr Flug ist lautlos. Sie koennen von einer Insel zur andern fliegen. Sie fressen gerne Feigen und andere Fruechte. Einmal konnte ich beobachten, wie ein Flughund an einem Palmblatt gehangen und den Morgentau von den Rippen geleckt hat. Sie trinken auch Meerwasser, das sie beim Fliegen aufschnappen. Sie koennen nicht nur gut fliegen, sie koennen auch ausgezeichnet auf den Baeumen herum turnen. Manchmal hoert man sie schon von weitem. Sie laermen und streiten in den Baeumen. 





Warten auf die Schluepflinge

Gestern Abend haben wir uns bei zwei Schildkroeten-Nestern am Strand niedergelassen und gehofft, dass Schluepflinge aus dem Sand kommen wuerden. Theoretisch war es fuer die Schluepflinge Zeit, das Nest zu verlassen. Wir haben bis nach Mitternacht ausgeharrt, aber es ist nichts passiert.

Fuer mich war es ein Erlebnis, in dunkler Nacht am Strand zu liegen und den Sternenhimmel zu betrachten. Orions Guertel war wieder gut erkennbar und die Milchstrasse mit den unzaehligen Sternen einfach toll. Orion hat sich im Verlaufe des Abends im Westen verabschiedet. Ich konnte den grossen Wagen entdecken und spaeter das Kreuz des Suedens, das ich in Suedafrika immer erkennen konnte. Der abnehmende Mond ist erst nach Mitternacht aufgegangen. Deshalb war es dunkel.

Im Sueden sahen wir ueber lange Zeit Wetterleuchten. Irgendwo ging ein Gewitter nieder. Da der Wind von Norden kam, mussten wir keine Bedenken haben.

Nach Mitternacht wurde es fuer Jessica kalt!!!! Es war der Windchill. Sie trug nur Shorts und kurze Aermel und der Wind blies stetig, mal sanft, mal heftig. In meinen langen Hosen und Bluse mit langen Aermeln (die ich wegen eventueller Muecken angezogen hatte) war ich gut bedient.

Heute Morgen mussten wir wieder um 05:45 losfahren. Nach dem Mittagessen konnten wir den verpassten Schlaf waehrend der Siestazeit nachholen.

Patrick

Patrick ist eine der aeltesten Landschildkroeten auf North Island. Er ist ueber hundert Jahre alt, genau weiss man es nicht. Von Zeit zu Zeit trifft man ihn im Dorf unter dem Baum mit den Golden Apple. Er liebt es, die Golden Apple zu fressen, wenn sie ueberreif sind und Alkohol enthalten. Er frisst nicht nur eine Frucht sondern mehrere. Wie beschwipst er ist, weiss ich nicht. Aber ich finde es sehr interessant, dass er diesen Geschmack mag. Ich wuerde die Fruechte alle als ungeniessbar wegwerfen. Heute habe ich ihn auf frischer Tat ertappt.



 Soooo fein


Dienstag, 29. März 2016

Blue Pigeon, Paradies Fruchttaube

Diese speziellen Voegel sieht man oft und wenn man ihren Ruf kennt, entdeckt man sie noch mehr.




Die Paradies-Fruchttaube (Alectroenas pulcherrima), auch Rotköpfige Warzentaube, Warzenfruchttaube oder Blaue Seychellen-Fruchttaube genannt, ist eine Art der Taubenvögel. Sie kommt mit nur einer Unterart ausschließlich auf den Seychellen vor. (Blue Pigeon)
Die Paradies-Fruchttaube erreicht eine Körperlänge von 25 Zentimetern. Sie ist damit eine verhältnismäßig kleine Fruchttaube. Das Körpergefieder ist dunkelblau. Das davon auffällig abgesetzte Gefieder an Kopf, Kehle, Kopfseiten und Nacken ist hellgrau. Die Brust und die Halsseiten sind silbergrau. Auffallend ist die Kopffärbung. Die Wachshaut ist stark erweitert, der Bereich der nackten Augenringe ist sehr groß. Sie hat in diesem Bereich fleischfarbene Warzen.

Wie alle Blauen Fruchttauben ist die Paradies-Fruchttaube eine Inselart mit einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet. Sie bewohnt auf den Seychellen immergrüne Wälder vom Tiefland bis in die Bergwälder. Sie frisst überwiegend Früchte und Beeren. Einen großen Anteil in ihrem Nahrungsspektrum haben wilde Feigen. Die Fortpflanzungszeit fällt in den Zeitraum Oktober bis November.
Das Gelege besteht nur aus einem Ei. Die Brutdauer beträgt 28 Tage und ist damit für Tauben ungewöhnlich lang. Die Jungvögel verlassen nach 14 Tagen das Nest. Die Paradies-Fruchttaube ist bereits in Gefangenschaft nachgezüchtet worden. Dabei zeigte das Männchen während der Brutzeit ein sehr aggressives Verhalten.
Quelle: Wikipedia


Auf North Island wurden und werden Feigen-Baeume gepflanzt, deren Fruechte die Paradies-Fruchttaube gerne frisst. Elliot der Gartner sammelt Samen, gibt sie in eine mit Erde gefuellte Schachtel. Aus den Samen wachsen die Setzlinge, die in Plastikbeutel gepflanzt und in der Baumschule gehegt werden bis sie gross genug sind, um an einem geeigneten Ort auf der Insel eingepflanzt zu werden. Mich fasziniert es, diese Zusammenhaenge hier zu sehen und in der Baumschule mitzuhelfen, einer speziellen Vogelart Lebensraum zu schaffen. Mich beeindruckt auch, ueber wie viele Jahre Projekte durchgezogen werden muessen bis sich ein Erfolg einstellt.



Da warens wieder drei

Gestern ist Jessica Bush von London zu uns gestossen. Jess ist 29 Jahre jung, in Durban, Suedafrika aufgewachsen. Vor 8 Jahren zog Familie Bush nach London. Jess ist fuer 4 Wochen hier. Sie teilt das Zimmer mit mir. Das Kajuetenbett hat ihr gefallen. Sie schlaeft oben. Wir verstehen uns gut. Sie ist ebenfalls interessiert an den Taetigkeiten, die wir ausfuehren. Ich glaube, wir werden 2 gute Wochen miteinander verbringen.

Rebecca, Yvonne, Jessica

Samstag, 26. März 2016

Ice Cream Day

Nur am Samstagmittag gibt es Glace zum Dessert. Das sieht dann so aus:

Yvonne und Rebecca